Nachhaltigkeit

Haarseife vs Festes Shampoo || Unterschied und Erfahrung

In meinem Artikel über Seifen habe ich schon darüber geschrieben, dass es einen Unterschied zwischen Haarseifen und festen Shampoo gibt. Hier möchte ich nochmal näher darauf eingehen und meine Erfahrungen teilen.

Haarseifen oder festes Shampoos sind wunderbare Wege, den Plastikmüll im Bad zu reduzieren. Ich benutze schon seit bestimmt 1,5 Jahren kein herkömmliches Shampoo mehr aus der Flasche und bin schon auf so einige Vorteile gestoßen. Erstens sind sie viel besser zu transportieren: Sie sind im Vergleich zur Flasche extrem klein und auch beim Handgepäck am Flughafen hat man keine Probleme, da ja keine Flüssigkeit enthalten ist. Und zweitens halten sie wirklich lange. So ein Stück Haarseife oder festes Shampoo kommt zwar beim Kauf ein bisschen teurer, aber man kommt wirklich lange damit aus, da man viel weniger Produkt zum Waschen benötigt. Das ist bei Haarseifen und festem Shampoo gleichermaßen so. Aber hier nochmal die Unterschiede:

Haarseife

Haarseife ist sozusagen die „wirkliche“ Seife. Sie wird durch Verseifung von Planzenölen hergestellt und enthält Alkalisalze, welche die Haare reinigen. Haarseifen haben einen geringeren Überfettungsanteil (ca. 2-4%) als Duschseifen. Seife für trockene Haare hat aber gerne etwas mehr Überfettung – also einen größeren Anteil an unverseiften Ölen, welche eine Pflegewirkung auf die Haare haben. Ist dieser Anteil für den eigenen Haartyp zu hoch, kann das die Haare allerdings fettig erscheinen lassen. Haarseife ist außerdem sanfter zur Kopfhaut und das Eigenfett bleibt besser bestehen. Diesen Effekt habe ich selbst auch gemerkt, da ich meine Haare weitaus weniger waschen musste und sie nur mehr sehr wenig nachgefettet haben.

Bei hartem – also kalkhaltigem – Wasser kann sich allerdings Kalkseife bilden. Hartes Wasser enthält Calcium- und Magnesiumionen. Diese reagieren mit der Seife, woraufhin sich unlösliche Kalkseife bildet, welche sich als graue Ablagerung bemerkbar machen kann. Mit einer sauren Rinse aus Essig oder Zitronensaft kann man dem entgegenwirken und seinen Haaren auch noch was gutes tun, da so eine Rinse die Schuppenschicht schließt und die Haare geschmeidiger macht. Ich wohne zwar in einem Gebiet mit hartem Wasser, habe aber nie eine saure Rinse gemacht und trotzdem ein gutes Ergebnis bekommen.

Haarseife schäumt allerdings nicht so gut wie herkömmliches Shampoo – hier kann man zu festem Shampoo greifen.

Festes Shampoo aka Shampoo Bars

Feste Shampoos sehen ein bisschen anders aus als herkömmliche Seifen. Man erkennt meist schon beim Hinsehen, dass es sich hierbei um etwas gepresstes handelt. Festes Shampoo besteht nämlich aus nichts anderem als den eigentlichen Inhaltsstoffen eines Shampoos – nur ohne Wasser. Als Reinigungskomponente werden klassische Tenside verwendet. Man hat also keine verseiften Anteile und hat auch nicht mit eventueller Kalkseife zu kämpfen. Außerdem schäumt so eine Shampoo Bar genau wie klassisches Shampoo.

Fürs erste Ausprobieren würde ich also eher ein festes Shampoo empfehlen, da man seine Haare wie gewohnt waschen kann. Wer allerdings gerne mal etwas ganz Neues ausprobieren möchte, dem kann ich die Haarseife sehr ans Herz legen, denn diese trocknet die Haare um viel weniger aus und lässt sie nach einiger Zeit gesünder aussehen.

 

Und wie benutzt man denn solche Seifen jetzt!?

Wenn man ausschließlich flüssiges Shampoo gewohnt ist, kann sich schnell mal die Frage stellen, wie man die Haare nun mit so einem festen Stück wäscht. Es ist im Prinzip ganz einfach: Die Seife zwischen den Händen aufschäumen und den Schaum in den Haaren verteilen. Oder die zweite Methode (wie es auch ich mache): Mit dem Shampoo direkt über die Haare streichen und so das Produkt über dem Kopf verteilen.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren 🙂

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